Ukraine vor Ort 1. Bericht


Am heutigen Sonntag stand ein Wiedersehen mit den langjährigen Partner*innen der Kinderkardiochirurgie am St.Nicholas Kinder-krankenhaus und der unverzichtbaren Zoryana Ivaniuk vom Management auf dem Plan. Ich werde öfter gefragt, was wir als 4-Ukraine denn eigentlich in diesem Zusammenhang tun. Als direkte Partnerin bei der Beschaffung von Ausrüstung oder der Begleitung notwendiger Baumaßnahmen fallen wir neben den großen internationalen Geberinstitutionen kaum ins Gewicht. Aber gemeinsam mit den ukrainischen Expert*innen sorgen wir wo immer möglich für Nachhaltigkeit der humanitären Hilfe. Selbst großzügigste Investitionen benötigen eine vorausschauende Bedarfsplanung für Verbrauchsmaterialien und Ersatzteile, Einweisungen und Trainings sowie adäquate Garantie- und Wartungsverträge. Und eine solche Planung gelingt nur mit der nötigen medizinischen wie technischen Expertise und unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten. Ein gespendetes Gerät steht bald nutzlos in der Gegend herum, wenn es niemand bedienen oder warten kann. Wenn kritische Teile in der Ukraine überhaupt nicht verfügbar oder Projekte mit den vorhandenen Geldmitteln auf Dauer nicht finanzierbar sind, nützen sie Patient*innen wenig. Wir freuen uns sehr, dass wir seit 2022 in Zusammenarbeit mit den tollen ukrainischen Kolleg*innen diesbezüglich einiges bewegen konnten