Es hat wegen der neuen Zollbestimmungen der Ukraine und dem Truckerstreik an den Grenzen eine schiere Ewigkeit gedauert.
Wir verschicken keine Weihnachtskärtchen und auch keine Schokolade. Wir schreiben keine Jahresrückblicke und backen keine Kekse. Wir machen das Gleiche wie sonst auch - wir arbeiten an der nächsten Hilfslieferung.
Wir haben im Laufe des letzten Jahres wiederholt spezielle mobile Ultraschallgeräte an unsere Partner*innen in der Ukraine geliefert. Meist sind diese in der Notfalldiagnostik (etwa im FAST-Protokoll zur Früherkennung innerer Blutungen im Einsatz).
4-Ukraine war seinerzeit schon an der Erstausstattung einer Mobile Primary Health Care Unit (rollende Arztpraxis) der ukrainischen NGO "Basa_UA"beteiligt.
Inzwischen ist der Winter -ungewöhnlich früh- auch in Deutschland angekommen. Was hierzulande oft zu romantische Vorstellungen über weiße Weihnachten führt, wird hier in der Ostukraine schnell lebensgefährlich. Noch immer sind tausende Häuser ohne, Dächer, ohne Fenster, ohne Heizung oder Strom.
Nach Übergabe des (für mich) vorerst letzten schwerverletzten Patienten in Dnipro und einem kurzen Schreck wegen des Luftangriffes auf Pavlograd war kurz Zeit für etwas Leichtigkeit und eine freundliche Verabschiedung.
Heute wurden wir nach dem Transport eines Schwerverletzten in der Ostukraine mit unseren Kolleg*innen auf dem Rückweg von einem Schneesturm überrascht. Die Transportwege sind ohnehin oft schon mehrere hundert Kilometer weit bis in die nächste Schwerpunktklinik.
Vor einiger Zeit trat das Nationale Onkologische Institut der Ukraine in Kyiv an uns heran und bat um chirurgische Instrumente. Einen Teil konnten wir aus unserer Aktion "Instrumente für den OP" bereitstellen.
Die passgenaue Beschaffung von Materialien für die Versorgung von schwerst kranken und verletzten Menschen ist aufwendig. Sie erfordert einiges an Sach- und Sprachkenntnissen und vor allem Hartnäckigkeit. Zunächst muss geklärt werden, was genau benötigt wird.