Manchmal ähnelt unsere humanitäre Mission etwas dem Ackerbau früherer Tage: Von der Kernidee über die erste Kommunikation mit Partner*innen bis zu konkreten Beschaffungen und Transport vergehen oft Monate.
Wie bereits zuvor berichtet, gehen die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung weiter. Aktuell gibt es für unsere Kollegen im Rettungsdienst in Kharkiv wenn überhaupt nur stundenweise Strom aus der Dose.
Nächtliche Einsatzfahrt der Kolleg*innen in Charkiv. Wegen des durch russische Anggriffe beschädigten Kraftwerks ist dort alles dunkel: keine Ampeln, kein Licht, kein Internet oder Telefon.
Die Bilder gleichen sich heute aus der ganzen Ukraine. Seit Abschluss der russischen Präsidentschaftswahlen rollt die größte Welle von Luftangriffen seit Beginn des Krieges. Über 150 Raketen und Marschflugkörper waren es allein am 22. März, die überwiegend die Städte in der Ukraine getroffen haben.
Eines unserer längsten Projekte ist auch weiterhin sehr gefragt. Aktuell haben wir dem städtischen Klinikum Mykolayiv eine große Lieferung allgemeinchirurgischer OP-Instrumente kostenlos zur Verfügung stellen und liefern können.
Unsere jungen Partneranästhesistinnen in der Ukraine freuen sich sehr über die Lieferung von zwei voll einsatzbereiten tragbaren Ultraschallsonden samt dazugehörigen iPads.
Die leicht bekleideten Männer im Schnee, die das so freundlich in die Kamera schauen, haben einen ernsten Hintergrund. Es sind Kollegen des #Charkiv er Rettungsdienstes, die sich im Selbstversuch darin üben, Unterkühlung bei Patient*innen zu vermeiden.
Während hier schon die ersten Frühlingstage zu bemerken sind, ist es in der Ostukraine weiterhin bitterkalt. Zusammen mit unseren Partnern Libereco – Partnership for Human Rights und X-Traverse Charkiv haben wir insgesamt 1000 Kinderschlafsäcke in die frontnahen Bezirke dort geschickt.
Aus einer großen Sachspende verfügen wir über einen Pool an neuwertigen chirurgischen Instrumenten. Den Katalog übermitteln wir in regelmäßigen Abständen an ukrainische Kliniken, die daraus Instrumente und Werkzeug bestellen können.
Bei den ersten Raketenangriffen Russlands auf die Stadt Charkiv dieses Jahr wurden mehrere unserer Rettungsdienstkolleg*innen durch sog. Double-Tap-Strikes verletzt.